Donnerstag, 27. November 2008
Montag, 17. November 2008
Mittwoch, 12. November 2008
Bundestag verabschiedet BKA-Gesetz mit heimlichen Online-Durchsuchungen
Das künftige Arsenal für das BKA umfasst Befugnisse für bundesweite Rasterfahndungen unter Einschluss von Datensammlungen "nicht-öffentlicher Stellen", die präventive Telekommunikationsüberwachung einschließlich Abhören der Internet-Telefonie sowie zum großen Späh- und Lauschangriff auf Wohnräume mit winzigen Kameras und Wanzen. Die Ermittler dürfen zudem Verbindungs- und Standortdaten abfragen, Mobiltelefone mit dem IMSI-Catcher orten und Platzverweise erteilen.
"Wir werden ein deutsches FBI bekommen und eine Polizei, die zugleich ihr eigener Geheimdienst ist", warnte der grüne Innenpolitiker Wolfgang Wieland. Durch Überzentralisierung entstehe eine Monsterbehörde ohne parlamentarische Kontrolle. Hauptproblem sei, dass die Arbeit des BKA immer weiter in den Geheimbereich verlegt werde, was zu einer "entfesselten" Polizei führe. Dem Vorhaben liege eine falsche Sicherheitsphilosophie zugrunde. Von ihm gehe das "verheerende Signal an die Länder" aus, "der Bund macht das jetzt". Ulla Jelpke bemängelte für die Linken, dass die "oberflächlichen Änderungen" der Koalition nicht darüber hinwegtäuschen können, dass dem Gesetz der Atem eines Obrigkeitsstaates anhänge. Der ganze Komplex heimlicher Bespitzelungsmaßnahmen werde dem BKA weit im Vorfeld eines konkreten Verdachts ausgehändigt. Dies sei ein "gefährlicher Schritt in den Überwachungsstaat".
Auch Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble mahnte ein Ende von Kampagnen an, "unseren freiheitlichen Verfassungsstaat in einer Weise zu diffamieren, dass es bei jungen Leuten so ankommt, als sei es die Stasi". Die Polizei habe die Aufgabe, falls möglich, Straftaten zu verhindern. Dafür müsse sie versuchen, die Kommunikation, die Verbrechen vorhergeht, heimlich abzufangen. Insofern "schaffen wir nicht neue Befugnisse, sondern reagieren auf technische Entwicklungen." Zugleich ging der CDU-Politiker davon aus, dass "alle Länder" Kompetenzen wie für Online-Razzien bräuchten und diese nun nach und nach bekämen. Dies führte Schäuble zu dem Schluss zurück, dass sie dem BKA nicht zu verwehren seien. Der Minister hatte vorab bereits versichert, dass das Projekt "zu hundert Prozent" dem Grundgesetz entspreche.
Vertreter der Grünen hatten am Mittag gemeinsam mit der Ortsgruppe Berlin des Arbeitskreises Vorratsdatenspeicherung in der Nähe des Reichstags gegen die Verabschiedung des Gesetzesentwurfs demonstriert. Drei Aktivisten, die während der Lesung im Bundestag auf der Besuchertribüne Plakate mit der Aufschrift "BKA-Gesetz gefährdet die Demokratie" hoch hielten, wurden vorübergehend in Sicherheitsgewahrsam genommen.
Give One Get One
Ab dem 17. November wird das Projekt One Laptop per Child (OLPC) sein Notebook XO über Amazon in den USA und zum ersten Mal auch in Europa vertreiben.
Dazu können Amazon-Kunden zum Weihnachtsgeschäft an der Aktion "Give One Get One" teilnehmen, bei der Käufer zwei Geräte bezahlen und eines davon an Kinder in der dritten Welt spenden.
Die Aktion wird laut dem unabhängigen News-Blog OLPC News in allen Mitgliedsstaaten der EU sowie in Russland, in der Türkei und in der Schweiz laufen. Der Kauf zweier Geräte soll rund 400 US-Dollar (umgerechnet etwa 313 Euro) kosten.
Ziel des OLPC-Projekts ist es, Kindern in Entwicklungsländern einen tragbaren Computer zu stellen. Der Vertrieb der XO-Notebooks läuft üblicherweise über Regierungen und regierungsnahe Organisationen ab, die für Schüler in ihrem Land Geräte bei der Initiative bestellen können. Zu den am OLPC-Projekt teilnehmenden Ländern gehören inzwischen unter anderem Uruguay, Peru, Kolumbien und Ghana.
Privatpersonen können – von der Aktion "Give One Get One" abgesehen – keine XOs kaufen; dennoch war die Nachfrage seit der ersten OLPC-Präsentation anno 2005 hoch. Diese dürfte etliche Notebook-Hersteller mit dazu inspiriert haben, günstige Mini-Notebooks zu produzieren, die seit Ende 2007 als Netbooks Einzug in den Markt gehalten haben.
2. Ortsgruppe im KREIS!
Nach Schwarzenbek wurde jetzt in Ratzeburg der nächste Ortsverband von solid gegründet.
solid-ratzeburg@gmx.de
Über zukünftige Zusammenarbeit werden wir euch noch informieren!!!!
NEUE TERMINE
Die Linke Kreistagsfraktion bietet Bürgersprechstunde an
Termin: 12.11.2008 Ort: Ratzeburg, Altes Kreishaus am Markt, Zimmer 13Uhrzeit: 18.00 - 19.00 Uhr
-----------------------------------------------------------------------
14.11.2008
Vorstandssitzung
Termin: 14.11.2008 Ort: Mölln, Paddy`s Irish Pub, Schmilauerstr. 8Uhrzeit: 19.00 Uhr
-----------------------------------------------------------------------
08.12.2008
Infoveranstaltung mit Prof. Dr. Herbert Schui, Bundestagsfraktion DIE LINKE:
ÖPP = Öffentliche Private Partnerschaft Vortrag mit anschließender Diskussion
Termin: 08.12.2008 Ort: Mölln, Quellenhof, Hindenburgstr. 16Uhrzeit: 19.30 Uhr
Sonntag, 9. November 2008
ATOMAUSSTIEG: SOFORT UND ÜBERALL!

Donnerstag, 6. November 2008
Dienstag, 4. November 2008
Radar Independent
Ein Film Festival für kleine und unabhängige Produktionen. Es gibt die Kategorie Spielfilm, Kurzfilm, Dokumentation und Animation. (ca. 130 Filme aus 30 Ländern)
Um sich bei der Filmauswahl nicht beeinflussen lassen zu müssen, haben sie (die Organisatoren Ale Dumbsky und Boris Castro) darauf verzichtet, Fördergelder zu beantragen. Anfallende Kosten werden aus der eigenen Brieftasche beglichen.
Es gibt viel zu entdecken - ab in die Kinos!
Montag, 3. November 2008
Die Gewinner der diesjährigen BigBrotherAwards stehen fest. In sieben Kategorien wurde ausgezeichnet, wer sich im vergangenen Jahr in besonderer Weise für den Abbau der Privatsphäre verdient gemacht hatte. Der Publikumspreis ging mit deutlichem Abstand an den Europäischen Ministerrat.
Die durch die Verleihung erkennbaren Tendenzen sind erschreckend: Der Rückblick auf ein Jahr an Unverfrorenheit und Ignoranz gegenüber bürgerlichen Grundrechten lässt Schlimmes erahnen. Mit rasantem Tempo wird in Wirtschaft und Politik Fahrt in Richtung "Großer Bruder" aufgenommen, teils aus Inkompetenz, teils aus Ignoranz.
Jens Seipenbusch, stellvertretender Vorsitzender der Piratenpartei, zu den preisgekrönten Vorkommnissen: "Es ist traurig, dass diese Fälle leider eher die Regel als die Ausnahme sind. Völlig unnötigerweise werden hier wichtige Grundlagen unserer demokratischen Gemeinschaft mit Füßen getreten. Die Auswirkungen dieser Vorfälle sind für den Einzelnen leider oft erst bemerkbar, wenn es schon zu spät ist, sich dagegen zu wehren."
Seit 2000 werden in Deutschland die BigBrotherAwards an Institutionen vergeben, die das persönliche Grundrecht auf den Schutz der Privatsphäre missachten oder die Überwachung und Kontrolle von Personen oder von Personengruppen fördern. In Deutschland ist der Bielefelder Verein FoeBuD Organisator dieses Negativpreises und wurde für sein Engagement für die Bürgerrechte mit der Theodor-Heuss-Medaille ausgezeichnet.
Die Persönlichkeitsrechte des Einzelnen sind Eckbausteine unserer Demokratie. Eine Einschränkung oder Wegnahme gefährdet unseren demokratischen Rechtsstaat. Ein Mensch, dem informationelle Selbstbestimmung vorenthalten wird ist leichtes Opfer für Manipulation und Machtmissbrauch – sein Verhalten verändert sich. Der stets präsente Druck der Überwachung fordert repressiv zivilen Gehorsam und Anpassung - das Gegenteil einer Demokratie.